Tee
Knapp 300 Liter Tee. Jedes Jahr.
Aus dieser beeindruckenden Menge Tee bezieht der Ostfriese, wenn man der Statistik glauben will, seine sprichwörtliche Ruhe und Gelassenheit. Damit sind die Bewohner dieser Region nur knapp hinter den Iren, aber noch vor den Briten die Vizeweltmeister im Teetrinken. Es ist übrigens nicht bewiesen, dass Rumkandis, die traditionelle Mischung aus Kluntjes und Rum, die Ursache für diesen Titel sind, genauso wenig wie sie als der eigentliche Grund für die ostfriesische Gelassenheit angenommen werden dürfen.
Für viele andere Deutsche beschränkt sich der "Genuss" von Tee leider nur auf das Aufbrühen eines billigen Teebeutels vom Discounter. Das ist schade, denn der Zubereitung der Blätter des Teestrauchs wird in anderen Kulturen wesentlich mehr Aufmerksamkeit geschenkt. Denn könnte man sich die chinesische Redensart "Ein Mord mag verziehen werden, eine Unhöflichkeit beim Tee nie." beim eben beschriebenen deutschen "Teebeutelritual" vorstellen?
Doch seit dem Ende der achtziger Jahre erfreut sich der Teekonsum im traditionellen Kaffeetrinkerland Deutschland wachsender Beliebtheit. Die Ausbreitung von gut sortierten Teeläden in den Einkaufspassagen, die verstärkte Anerkennung und Verbreitung von Grünem Tee als Alternative zum Schwarzen Tee und das Angebot anderer Tee-Spezialitäten bestätigen diesen Eindruck.
Doch was ist Tee eigentlich? Woher kommt er und warum wird er bei uns Tee genannt?

