Das richtige Reinigen der Teekanne
Das Nahe liegende ist ein absolutes Not-To-Do: Wer die rotbraune Patina in der Teekanne aus Ton, Gusseisen oder aus der Thermokanne entfernen möchte, sollte das Geschirrspülmittel stehen lassen. Es hinterlässt Rückstände in der Kanne. Nur Glas und Porzellan vertragen die Behandlung mit Spülmittel ohne den seifigen Geschmack zu hinterlassen. Schonender für verwöhnte Gaumen und auch praktisch ist die Verwendung von Backpulver.
Das Natriumbikarbonat einfach in der mit Wasser gefüllten Kanne auflösen, über Nacht stehen lassen und am nächsten Tag ausspülen. Bei Bedarf restliche Verfärbungen mit einem weichen Lappen weg reiben. Der Vorteil von Backpulver als Reinigungsmittel: Es ist geschmacks- und geruchsneutral. Sind die Schichten in der Kanne zu dick und nicht mit Backpulver zu lösen, helfen Essigessenz oder Gebissreinigertabletten. Für viele eingeschworene Teegenießer ist die Tannin-Patina im Kannenbauch Garant für den guten Geschmack des Tees, die nicht entfernt werden sollte. Allerdings ist es dann empfehlenswert, für jede Sorte eine eigene Kanne zu verwenden. Grundsätzlich sollte heißes Wasser reichen. Ist jedoch ein gewisser Bürsteneffekt notwendig, tut es auch eine Mischung aus jeweils einem Drittel Wasser, trockenem Reis und Salz. Die Kanne damit schütteln beziehungsweise die Mischung in der Kanne bewegen. Wer zum Schwamm greift und die Innenwand scheuert, wird umso schneller wieder eine Patina von Verfärbungen dort entdecken: durch das Scheuern wird das Material noch poröser und rissiger, so dass mehr Tannin dort hängen bleibt. Zitronensäure ist ein weiterer Tipp: Einen Esslöffel mit warmem Wasser in die Kanne füllen, nach einer Viertelstunde ausspülen.

