Das richtige Wasser
Die Sorte kann noch so hochwertig und aromatisch sein - ob ein Tee sein Aroma in ganzer Fülle entfaltet, hängt letztendlich von dem Wasser ab mit dem er aufgegossen wird, immerhin der Hauptbestandteil des aufgebrühten Tees. Auch wenn Anekdoten amüsieren über Queen Elisabeth II, die ihr spezielles Wasser stets zu Auslandsreisen mitnimmt um weltweit das gewohnte Teearoma genießen zu können - tatsächlich kann die Lieblingssorte Tee mit Wasser anderer Regionen geradezu ungenießbar sein. Das liegt zunächst am Kalkgehalt des Wassers, der mit dem Magnesiumgehalt den Härtegrad ausmacht.
Das deutsche Leitungswasser hat Trinkwasserqualität und ist in der Regel sehr gut geeignet für die Kaffee- oder Teezubereitung. Acht Grad ist die ideale Wasserhärte, weicheres Wasser macht den Tee bitter, härteres gibt ihm einen muffigen Geschmack. Doch auch andere Inhaltsstoffe können dem Teearoma zusetzen, wie Chlor, das Wasser desinfizieren soll, oder Schwermetalle wie Blei und Kupfer, die aus alten Leitungsrohren freigesetzt werden. Der Härtegrad des Wassers beeinflusst auch die Farbe des Tees. Die Calcium- und Magnesium-Ionen reagieren mit den Inhaltsstoffen des Tees zu Salzen. Hartes Wasser macht die Tasse dunkler. Viele Teeläden bieten ihren Kunden spezielle Mischungen für das Wasser ihrer Region an, die kein geeignetes Mitbringsel sind für jene, die in anderen Gebieten wohnen. Im Zweifelsfall kann man stilles Mineralwasser verwenden. Auf jeden Fall lohnend ist die Anschaffung eines Trinkwasserfilters, der zudem die unerwünschten Schadstoffe und Schimmelpilze herausfiltert. ÖKOTEST hat jedoch ebenso unerwünschte Keime und andere Stoffe in gefiltertem Wasser entdeckt. Hier lohnt es sich, sich vor dem Kauf umfassend zu informieren.

