Teeseite

Die Teeseite



Keramikkannen

Keramikkannen sind Teil der chinesischen Teekultur. Nach ihrer Verdrängung durch Eisen und Porzellan, fand man während der Ming-Dynastie wieder zur Keramik zurück; die Blätter wurden nun direkt in der Kanne aufgegossen. Da hartes Porzellan einen Eigengeschmack im Tee hinterließ, wurde die Boccaro-Keramik entwickelt: Gebrannt aus Sandlehm aus Yixing, Xianyiang und Chaozhou. In diesem Geschirr entfaltete sich das volle Aroma fermentierten Tees, gleichzeitig nahm das Material der Eisenoxidhaltigen Keramikerde das Teearoma auf und verstärkte so das Geschmackserlebnis.

Yixing-Keramik ist auch heute noch ein Synonym für edles Teegeschirr. Inneres und Äußeres bilden eine Einheit, neben der Funktionstüchtigkeit der Kannen sollte auch die Linienführung harmonisch und ansprechend sein. In diese Übereinstimmung eingebettet sind die Verzierungen. Bevor der erste Tee aus einer Yixing-Kanne ausgeschenkt wird, wird diese "ein getrunken": Aufgebrühter Tee bleibt einen Tag in der Kanne stehen. Für diese traditionellen Keramikkännchen gibt es auch eine energetische Reinigung vor der ersten Verwendung: Die Kanne wird, von Wasser bedeckt, mit Teeblättern gekocht und dann stehen gelassen. Anschließend füllt man Jasmintee in die Kanne, gießt ihn darin auf und lässt die Kanne so einen Tag lang stehen. Auf diese Weise wird die Kanne von der Energie des Feuers, durch das Brennen der Keramik in die Kanne eingearbeitet, gereinigt. "Es muss eine besondere Freude für den Besitzer des Kännchens sein, immer wieder ein Verlangen zu spüren das Kännchen in die Hände zu nehmen und seine Oberfläche zu ertasten und dabei jedes Mal die fein strukturigen Formen neu zu entdecken", so der Yixing-Meister He Dao Hong.

 
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