Kochrezepte mit Tee - auch für Teemuffel
Das beliebte Getränk gehört schon seit dem 18. Jahrhundert zur kulinarischen Kultur in Europa und hat daher auch Eingang in die Küchen gefunden. Ein Beispiel ist das "Tee begossene Hähnchen"; hier brutzelt ein Brathähnchen in einem Fond der auf Basis eines Teeaufgusses hergestellt, mit Knoblauch, Ingwer und Gemüsesuppe abgerundet wird. Anderes Geflügel, die Ente, entwickelt ein besonderes Aroma, nachdem sie über Nacht in Assam-Teeaufguss eingelegt, gebraten wird. Gereicht wird dieser Braten zu einem bunten Salat mit Teedressing aus Assamtee, Essig, Öl, Salz und Pfeffer.
In Asien wird auch Naturreis mit Tee gekocht, ebenso wird der Aufguss als Suppengrundlage genutzt. So bei Longjing-Suppe, wo man mariniertes Schweine- und Kalbsfleisch in Brühe gart, unter die abschließend Tee gerührt wird. Eine dekorative Jasmintee-Drachenperle (sich in Flüssigkeit entfaltende Teeblume) wird mit Ingwer, Sake, Salz und Lachsforelle zu "Teesoße" verarbeitet. Auch Rinderfilet mundet in Tee mariniert: Das Fleisch in Ceylon-Tee mit Zucker und Salz eine Nacht ruhen lassen, aus dem Fond mit Sesamöl, Sojasauce und Pfeffer eine Sauce bereiten. Grüner Tee kommt zum Einsatz als Creme zu Karottentörtchen. Hierzu Eigelbe, Milch und Mehl im Topf schlagen, Tee beigeben und die Törtchen damit anrichten. Als Dessert freuen sich auch Teemuffel über Haselnuss-Soufflé mit Glühwein-Tee-Sabayone und Orangen. Vanilletee wird mit Rotwein, Rum, Sherry, Kirschwasser, Zimtstange, Vanilleschote und Nelke werden mit Zucker sowie Orangensaft und -schale zwei Tage abgedeckt stehen gelassen; vor dem Servieren durch ein Sieb geseiht und mit Eigelben und braunem Zucker im Wasserbad aufgeschlagen. Die Sabayone neben das Soufflé geben und mit Orangenfilets garnieren.

