Mate-Tee
Vielen ist der Mate, in seiner Heimat yerba genannt, aufgrund seiner Appetit zügelnden Wirkung als Unterstützung beim Abnehmen oder Fasten bekannt. Doch das Nationalgetränk Südamerikas, das in Argentinien, Brasilien und Paraguay getrunken wird, ist weit vielseitiger. Der kultivierte Mate-Strauch erreicht eine Höhe von sechs Meter, der wilde wächst doppelt so hoch. Für den Mate real werden Blätter, Blütenstiele und Triebe über dem Feuer geröstet, der grüne Mate fermentiert bei 60 Grad. Ob er kalt oder heiß getrunken wird - Mate ist ein wahrer Radikalenfänger, auch wegen seines hohen Gehalts an Vitamin C, weiteren Vitaminen, Mineralstoffen wie Eisen, Calcium, Kalium, Magnesium, Phosphor, Selen und Zink, vor allem aber an Caffeoyl-Säuren.
Dabei wirkt er anregend aufgrund des Koffeingehalts, durchblutungsfördernd und Blutdruck regulierend. Koffein und Saponine, die zu den sekundären Pflanzenstoffen gehören, fördern die Nierenfunktion. Sportler schätzen die verlangsamende Wirkung von Mate auf den Abbau von Fett und Kohlehydraten. Mate ist ein wahrer Gesundheitstee und daher ein idealer Begleiter bei Diäten und Fastenkuren, aber auch ein gesunder Durstlöscher bei Sport und Spiel. Aufgegossen wird Mate im Trinkgefäß, mit nicht mehr kochendem Wasser. Kalter Mate ist eine gute Basis für leckere fruchtige Cocktails oder Eistees. Mate ist auch in viele aromatisierten Varianten erhältlich. Getrunken wird er in Südamerika traditionell aus einer Art Kalebasse, die "cuja" aus kleinen Kürbissen gefertigt, dazu gehört das Trinkrohr aus Metall, die Bombilla. Solche Mate-Sets sind auch in Europa erhältlich. Vor dem ersten Mategenuss daraus sollte aufgebrühter Mate über Nacht darin stehen. Indios haben es sich einfacher gemacht: Sie haben die frischen Blätter des Mate-Strauchs gekaut.

