Rauchtee
Der Rauchtee ist heute eine eigene Sorte, war einst jedoch das typische Aroma von Tee der im Schnellverfahren getrocknet wurde: Über dem Feuer von harzreichen edlen Hölzern oder Kiefernadeln, die qualmenden Rauch verursachten und den Geschmack des Tees beeinflussten. Die Netdeckung dieser Herstellungsart soll auf Arbeiter zurückgehen, die Tee durch Räuchern schneller trocknen wollten. Die dabei entstehende besondere Geschmacksnote kam nicht nur in China an, sondern zog auch in die Teestuben im Europa des frühen 20. Jahrunderts wo sich der Rauchtee zum Modetee entwickelte.
Gewählt werden für das Räuchern großblättrige Sorten. Lapsang Louchong aus dem Wuiy-Gebirge, der nach dem Rösten auf einer Eisenplatte auf Bambusblättern über Pinienholz geräuchert wird, ist eine der beliebtesten Sorten von Rauchtee; Lapsang ist die nur kurz geräucherte Sorte, Tassy Louchong liegt länger über dem Feuer. Ein weiterer beliebter Rauchtee ist der Russische Karawanentee aus indischen Sorten mit zartem Aroma, gern ergänzt von kandierten Früchten. Hier wird dieser Tee nicht nur zu den Mahlzeiten getrunken, sondern auch zum Kochen verwendet und für Punschrezepte auf der Basis von Rauchtee. Die Beliebtheit des Rauchtees in Russland erklärt sich auch daraus, dass er selbst bei längeren Ziehzeiten nicht bitter wird und somit ein idealer Tee für den Samowar ist. In Europa ist ein nach geräucherter Schwarzer Tee, auch minderwertiger Sorte, auf dem Markt. Die Auswahl der richtigen Sorte ist daher wichtig. Wem der Geschmack zu stark oder ungewohnt ist, kann das Aroma des Rauchtees auch durch Mischen mit anderen schwarzen Tee mildern.

