Teeseite

Die Teeseite



Tannin im Tee

Je länger der Tee zieht, desto bitterer wird er. Verantwortlich dafür ist das Tannin, die Gerbstoffe im Tee, die sich nach etwa fünf Minuten lösen. Das Warten lohnt sich: Das Tannin wirkt entzündungshemmend, leicht antibakteriell und schmerzstillend sowie Blutdruck und Blutzucker senkend. Zudem beruhigt er den Magen- und Darmtrakt und soll gegen Grippeviren wirken. Bekannt ist Tannin, das zu der Gruppe von Polyphenolen gehört, auch für seine Koffein bindende Wirkung. Das Koffein geht mit dem Tannin eine Bindung ein, das erst im Darm langsam abgebaut wird, so entfaltet sich auch die Wirkung des Koffeins langsam und über längere Zeit.

Auf diese Weise schonender als bei Kaffee. Die Eisenaufnahme wird von Tannin behindert, Tee sollte bei Mangelerscheinungen daher nicht zu eisenhaltigen Nahrungsmitteln getrunken werden. Tannin kommt auch in Wein und Bier vor. Die Flavonoide in den Gerbstoffen verstärken die Blutgefäße und erhöhen ihre Elastizität. Im Grünen Tee ist der Tanningehalt höher als im Schwarzen Tee. Im frischen Blatt zwischen 20 und 30 Prozent hoch, nach dem Fermentieren acht bis zwölf Prozent beim Schwarzen Tee. Die antioxidierende Wirkung von Tannin soll vielfach höher sein als beim Vitamin E. Eine weitere positive Nebenwirkung beim Genuss von Tee: Tannin schützt auch vor Karies, durch Abwehren Milchsäure bildender Bakterien am Zahnschmelz. Vor allem richten Wissenschaftler ihr Augenmerk jedoch auf die Hoffnung, Krebs zu verhindern durch Trinken von Tee, beziehungsweise den Heilungsprozess zu unterstützen sowie Alterungsprozesse zu verlangsamen. Tee als Genussmittel ist Tasse für Tasse nicht nur gut für das Wohlbefinden, sondern vor allem für die Gesundheit.

 
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