Teeseite

Die Teeseite



Tea Time

Was im Ausland gern die Tea Time genannt wird, nennen die Engländer selbst den Afternoon Tea, der in dieser Form jedoch nur noch in adligen Kreisen so formell gehandhabt wird wie im 19. Jahrhundert als die Duches of Bedford ihn einführte. Dazu werden in drei Gängen Sandwiches und delikate Häppchen, dann Teebrötchen mit Konfitüren und süßes Gebäck gereicht, zum Abschluss Süßigkeiten wie Pralinen. Der entspannende Charakter des Teetrinkens schlug sich hier in der Regel nieder, dass Gesprächsthemen rund um Politik oder Handel gemieden wurden.

Dafür wurde die Kultur des gesellschaftlichen Klatschs gepflegt, aber auch Literatur und Musik waren bevorzugte Themen. Übrig geblieben von der strengen Etikette ist in den bürgerlichen Haushalten entweder der Nachmittagstee der unserem Kaffeetrinken entspricht, mit süßem Gebäck, oder die Tasse Tee zu Butterbroten um die Zeit bis zum Abendessen zu überbrücken. Dennoch, rund um die Teestunde ist eine ganze Backkultur entstanden mit den Scones, einem buttrigen Gebäck, Früchtekuchen wie dem Currant Bread oder Fruit Bread, aus Yorkshire die Fat rascals sowie Brotrezepturen mit Früchten und Gewürzen. Dazu gibt es eine Vielzahl von Rezepten für Teegebäck und Muffins. In den USA hat sich die Tea Time zum Afterwork Tea gewandelt, der wie in Großbritannien der Afternoon Tea, in den Lounges großer Hotels serviert wird. In der Heimat der europäischen Teekultur gibt es immer noch Tea Houses oder Tea Rooms. Ein Muss für Teekenner ist bei einem besuch in London die Mincing Lane; hier fand 1834 die erste Teeauktion statt und somit wurde die enge Gasse zum Umschlagplatz für die Handelsware Tee.

 
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