Tee aus biologischem Anbau
Tee ist anfällig, Käferbefall kann eine ganze Ernte zunichte machen, daher wurden Pestizide eingesetzt. Beim biologischen Anbau wird vollkommen auf chemische Düngemittel oder synthetische Stoffe gegen tierische und pflanzliche Schädlinge verzichtet sowie auf Genmanipulation. Da die Ernten entsprechend kleiner sind, ist der Preis für Tee aus biologisch gezogenem Tee höher als für den aus konventionellem Anbau. Dies erklärt sich auch aus dem höheren Aufwand an Arbeit und Personal, sowie aus der Umstellungsphase, die zunächst auch Rückschritte in der Qualität bringen kann. Immer mehr Teegärten stellen um und erlangen dann das Siegel für kontrolliert biologischen Anbau. Angestrebte wird die Erhaltung der Pflanzengesundheit in einem nahezu geschlossenen Kreislauf innerhalb des Teegartens. Mineraldünger werden durch Kompost ersetzt. Der Dünger lockert den Boden auf, so dass er besser Wasser speichern kann, zudem wird die Bodenerosion vermindern.
Stroh- oder Bastmatten sowie eine intensive Bodenbearbeitung wie Mulchen und Hacken, halten Unkraut fern, Insektenvertilger gezielt gegen tierische Schädlinge eingesetzt. Um beispielsweise in den TransFair-Handel aufgenommen zu werden, müssen die Plantagenbesitzer oder Kleinbauern ihre Flächen brach liegen lassen bis eine weitgehend rückstandsfreie Ernte eingebracht wird. Durch den Verzicht auf Pestizide wird auch Vergiftungen der Bauern oder Landarbeiter vorgebeugt, die unter dem Druck des Weltmarkts den Trends folgen mussten. Außerdem bleibt ihr Grundwasser sauber. Selbst Branchenreisen wie "Teekanne", Meßmer" und "Ostfriesische Teehandelsgesellschaft" sind in den fairen Handel mit Öko-Tee eingestiegen. Ökotest warnt jedoch davor, dass auch chemische Spritzmittel aus benachbarten Pflanzungen über die ökologisch angebauten Sträucher rieseln können (ÖKOTEST-Jahrbuch 2006, "Tee, schwarz und Hagebutte"). Bio-Tee sei nicht unbedingt rückstandsfreier Tee.

