Teeseite

Die Teeseite



Tee in Ägypten - kein Plausch ohne Tee

Kein Plausch ohne ein Glas Tee, kein Feilschen ohne Tee, keine Begrüßung ohne Tee. Selbst Meetings finden bei Tee statt, in Cafés wird nahezu zu jeder Tageszeit zu Tee Backgammon oder Domino gespielt. Rund um das Gebräu, das über Stunden in einem Kessel über dem Feuer köchelt, ist in Ägypten eine zeremonielle Tee-Kultur gewachsen. Der tiefdunkle Schwarze Tee wird stark gesüßt aus kleinen Gläschen getrunken, die - je nach Land und Region - unterschiedlich geformt und verziert sind.

Der Durchschnittsverbrauch pro Kopf liegt bei täglich zwölf Gläsern - 80000 Tonnen Tee, im Wert von 320 Millionen Dollar, damit sind die Ägypter in Afrika Spitzenreiter im Verbrauch von Schwarzem Tee. Lange war es der feine, milde Ceylon-Tee, den die Ägypter bevorzugten, doch durch Anwendung moderner Herstellungsmethoden ist der Preis für afrikanischer Tees auf dem Kontinent gefallen. So rieseln in die Kessel meist die Blätter kenianischer Sorten, nur noch zu zehn Prozent Ceylon-Tee. Aber auch der fruchtige, tiefrote Karkadeh, der "Ägyptische Rotwein", wird zu jeder Tageszeit getrunken, ein Aufguss aus Hibiskusblüten. Dieser Durstlöscher wird auch zum Frühstück gereicht als Ersatz für Fruchtsaft. Karkadeh wirkt krampflösend, entzündungshemmend und Blutdruck senkend. Die rotschwarzen Hibiskusblüten der bis zu fünf Meter hohen Malvenpflanze sind auf Basaren und in Supermärkten abgepackt erhältlich. Ebenfalls beliebt, auch bei Kindern, ist Tee der erfrischenden Ägyptischen oder Nana-Minze. Das Blatt ist mentholfrei und daher besonders mild im Geschmack. Sie wird in der orientalischen Küche auch für Suppen, Eintopfe oder zu Lammgerichten verwendet.

 
Impressum