Teeseite

Die Teeseite



Teebeutel

Tee mit dem kleinen Beutel aufgebrüht, wurde lange von Teekennern als minderwertig gesehen. Der Grund: In das Beutelchen werden Fannings oder Dust eingefüllt, die Kleinreste die beim Aussieben übrig bleiben nachdem der Broken aussortiert wurde, die gebrochenen Teeblätter. Doch dies hat den Vorteil, dass die Blattstückchen beim Aufgießen gut von Wasser umspült werden und so der Tee intensiv durchziehen kann. Neben dem Aspekt, dass Beuteltee eine praktische Sache ist hat der WDR in der Sendung Quarks & Co nachweisen können, dass der Gehalt von Polyphenolen in Beuteltee höher ist als in lose aufgebrühtem Tee.

Polyphenole sind verantwortlich für zahlreiche positive Wirkungen von Tee auf die Gesundheit. Teebeutel sind bereits seit den 20er Jahren in Deutschland beliebt - im Land der Teetrinker genannten England gelang der Durchbruch des Papierbeutelchen erst in den 50er Jahren. Allerdings ist dort der lose Tee Favorit geblieben, anders als hierzulande. Eine der drei Entstehungsgeschichten um den kleinen Beutel, stammt aus Deutschland: Nachdem in den USA der Teebeutel als Packung für Werbeproben gedient haben soll, und in England verklebte Tee-Portionstütchen den einwandfreien Inhalt garantieren sollten, hat der Dresdener Ingenieur Adolf Rambold den preiswerten Doppelkammerbeutel entwickelt. Damit war der Siegeszug des Tees in Deutschland nicht mehr aufzuhalten. Mit dem Teebeutel kann auch zwischendurch oder im Büro eine Tasse aufgebrüht werden. So ergibt sich die Notwendigkeit, eine ganze Packung mitzunehmen, die benötigten Portionen passen auch in die kleinste Handtasche. Und nicht zuletzt ermöglicht er den Teegenuss zwischendurch, wenn keine Zeit ist für Rituale rund um die Zubereitung von Tee.

 
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