Teeseite

Die Teeseite



Teeprüfer

Bevor ein Tee auf den Markt kommt, wird er nach Industrienorm eingehend geprüft: zwei Milligramm Tee auf 150 Milliliter Wasser. Professionelle Verkoster untersuchen die Blätter zunächst optisch. Dann auch die Beschaffenheit der Blätter, zum Beispiel durch Zerkrümeln um die Trockenheit zu testen. Auch der Geruch des Tees ist ein entscheidendes Kriterium. Weiterhin wird der Tee aufgebrüht und nach langem Ziehen, das den Geschmack intensiver macht, verkostet.

Heute sind Teeverkoster, oder Tea Taster, oft auch Kaufleute in den Teehandelshäusern, die den Tee ein- und verkaufen. Dabei stehen die ständig in Verbindung mit Laboratorien und Lieferanten. Die Fähigkeit, qualitativ hochwertigen Tee zu erkennen, wächst über Jahre mit wachsender Erfahrung. Dank der langen Vorherrschaft der East India Company auf dem Weltmarkt, sind die meisten Begriffe rund um die Teeverkostung aus der englischen Sprache, zumal Deutschland ein reines Importland ist, was Tee betrifft und keine eigenen Termini entwickelt hat. Aber auch Begriffe aus dem Hauptanbaugebiet Indien fließen in die Teeprüfungen ein: dhool, jat. So gibt es regelrecht eine Teefachsprache. Cup bezieht sich beispielsweise auf den Aufguss, nicht auf die Tasse an sich. Die Kenntnisse der Fachleute rund um den Tee reichen von der Anpflanzung und Anbauarten über die Verarbeitung bis hin zur Heilkunde. Auch wenn eine Sorte für gut befunden wurde, wird sie nach jeder Ernte neu geprüft. Dabei kann es durchaus notwendig sein, Mischungen oder Anteile neu zusammen zu stellen. Die Probe macht der Verkoster beim schlürfenden Trinken des Tees, um ihn mit möglichst viel Sauerstoff zu durchsetzen.

 
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