Weisser Tee
Er gilt als sehr mild, da er nur leicht anfermentiert ist, ohne Bitterstoffe: Der Weiße Tee. Auch wenn sein Blatt ein zartes Grün aufweist, wird er so genannt, dies verdankt er seinen silberfarbenen Härchen.
Einst als Mittel zur Erlangung von Unsterblichkeit gesehen und daher nur dem Kaiser vorbehalten, ist dieses Getränk auch heute noch die Kostbarkeit unter den zahlreichen Teespezialitäten, wie der Pa Mu Tan, die "Weiße Pfingstrose" oder Yin Zhen, in Europa bekannt als "Silvery Pekoe". Seit 5000 Jahren in seiner Heimat bekannt und hoch geschätzt, kam er erst im 19. Jahrhundert über Frankreich nach Europa. Die Herstellung ist jedoch sehr aufwändig wenn auch einfach; nach dem Pflücken der noch geschlossenen Knospen und der ersten zwei Blätter, wird der Tee luftgetrocknet, dann in der Sonne erhitzt und sein Feuchtigkeitsgehalt auf zwei bis zehn Prozent reduziert. Der Yin Zhen unterliegt einem besonderen Verfahren; so wird er nur im März im Morgentau geerntet, in der aufwärts steigenden Sonne ausgelegt zum Austrocknen. So schonend dieses Verfahren für die Inhaltsstoffe ist, so wertvoll sind sie für die Gesundheit: Der Tee aus den hohen Bergregionen Chinas, der Provin Fujian, enthält weit mehr Antioxidantien als der Grüne Tee, soll Blutdruck und Cholesterin senkend wirken. Dann sollte er jedoch neun Minuten lang ziehen. Zudem findet er Verwendung in der Herstellung von Kosmetik und Medikamenten. Ein Trost für Genießer dieses recht teuren Tees: Dank seines Mangels an Bitterstoffen kann er zweimal aufgegossen werden. Die Wassertemperatur sollte zwischen 70 und 80 Grad betragen. Mittlerweile ist der Weiße Tee auch aromatisiert erhältlich.

