Darjeeling Tee
Darjeeling ist eine Stadt in 2000 Metern Höhe an den Südhängen des Himalaya, von hier kommt jener Tee, der der Champagner unter den Schwarzen Tees genannt wird. Rund 10 000 Tonnen werden in Handarbeit gepflückt und fermentiert. Der Zeitpunkt der Ernte, die Pflückperiode, ist jedoch das, was die Qualität des Darjeeling bestimmt. So ist der First Flush der Frühlingstee, im Februar gepflückt, besonders fein-aromatisch. Lediglich die Blattspitzen und die ersten zwei Blätter werden gepflückt.
In der Tasse ist dieser Tee golden-hell. Die noch raue Witterung bewirkt bei intensiver Sonneneinstrahlung ein langsames Wachstum der Blätter, dem das Blatt das besonders feine Aroma verdankt. Der Second Flush aus der Sommerernte birgt weit mehr Sonnenstunden in sich, hat ein dickeres Blatt und ergibt einen dunkleren Aufguss. Im Herbst, nach der Erntezeit, ist der Autumnal Darjeeling würziger und säurearm; In-between schließlich wird zwischen den Hauptzeiten geerntet und ist meist von minderer Qualität. Der Darjeeling ist ursprünglich eine Teepflanze aus China, die vor 150 Jahren von einem britischen Sanitätsoffizier in Indien im Schatten des Himalaya angebaut wurde. Auf Anweisung der britischen Regierung wurden Terrassen an den Hängen angelegt und Arbeiter aus dem benachbarten Nepal eingesetzt. Mittlerweile gibt es über 80 Teegärten in Darjeeling. Die Blätter des Tees durchlaufen die üblichen Prozeduren Welken, Rollen, Fermentieren, Trocknen und Sieben. Das blumig-milde Aroma des Darjeeling, hell in der Tasse, wird in aller Welt als besonders hochwertiger Tee geschätzt. Aufgrund seiner Beliebtheit und der großen Nachfrage werden auf dem Markt auch minderwertige, Mischungen angeboten. So wird ein Vielfaches von dem auf dem Weltmarkt umgesetzt, was an Darjeeling tatsächlich geerntet wird.

