Teeseite

Die Teeseite



Das Orakel in den Teeblättern

Das Orakel ist seit Menschengedenken eine Institution, daran ändert auch die moderne aufgeklärte Zeit nichts. Die Tasseographie, das Lesen in Teeblättern, ist eine der Methoden, um der Zukunft in die Karten zu schauen. Zur Kunst erhoben wurde diese Fähigkeit bereits in China, von wo der Tee zu uns nach Europa kam. Man muss nicht Professor Trelawny im Schloss Hogwart sein um eine Deutung zu versuchen. Benötigt wird eine weiße Tasse ohne Dekor und möglichst staubarmer Tee.

Ein bis zwei Teelöffel Blätter werden in einer Kanne mit kochendem Wasser aufgegossen, drei Minuten beträgt die Ziehzeit, dann kann der Aufguss in die weiße Tasse gefüllt werden. Derjenige, in dessen Zukunft geschaut werden soll, trinkt die Tasse bis zur Neige, und lässt dabei Teeblätter mit einem Rest Flüssigkeit darin. Nach siebenmaligem Kreisen lassen des Teerests in der Tasse, als Rechtshänder mit der linken Hand und umgekehrt, kann nun das Muster betrachtet werden, das die Blätter ergeben. Eine Blume bringt Liebe, Glück und Erfüllung; ein Drache kündigt einen weiteren Sprung auf der Karriereleiter an, ein Engel gute Nachrichten, ein Kreuz Unglück. Es gibt auch die Vorgabe, die Tasse mit dem Henkel zum Deuter zu stellen. Figuren links vom Henkel deuten Vergangenes an, rechts noch kommendes. Die Distanz zwischen Figur und Henkel ergibt in etwa einen Maßstab für die Zeitspanne. Auf dem Kopf stehendes ist das Gegenteilige, Mehrere Symbole ergeben in ihrer Gesamtheit einen Plot. Man sollte tunlichst versuchen, ein Hufeisen heraus zu deuten: Das ist Glück bringend.

 
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