Teeseite

Die Teeseite



Lose, im Beutel, im Tee-Ei oder im Sieb?

Eine Glaubensfrage, an der sich schon erhitzte Debatten entzündet haben. Fakt ist, dass die Teeblätter am besten ihre Inhaltsstoffe abgeben, wenn sie frei im Wasser schweben. Demgegenüber steht das berechtigte Bestreben, möglichst wenig Aufwand beim Herausholen der abgebrühten Teeblätter zu haben.

Das Ziel ist also: Möglichst lose aufbrühen.
Tee

Benutzt man einen der in jedem Supermarkt erhältlichen großen Teefilterbeutel und füllt ihn mit 2-3TL Tee, hängt ihn tief in eine Kanne und bewegt den Tee während der Ziehzeit ein paar mal kurz mit einem Löffel, spricht absolut nichts gegen dieses "Teegefängnis".

Ein Tee-Ei ist die denkbar schlechteste Variante. Erstens besteht es meist aus Metall, als Familienerbstück eventuell sogar noch aus Silber (siehe vorheriger Punkt); in diesem Falle gibt es durch seine wenigen Poren dem Tee kaum Gelegenheit, sich zu räumlich und vor allem geschmacklich zu entfalten. Dann sind die Tee-Eier in ihren Größen auch noch so beschränkt, dass sie sich nicht für größere Teekannen eignen.

Der Teeeinsatz für die Kanne ist ebenso eher ein Tee-Gefängnis denn eine sinnvolle Lösung. Meistens haben die Einsätze zu kleine und zu enge Poren zur Wasserdurchdringung oder sie sind zu groß und lassen somit die kleineren Teeblättchen durchrutschen. Außerdem verbrennt man sich beim Herausnehmen der Einsätze regelmäßig die Hände und flucht beim Heraussammeln der Teeblätter mindestens noch ein zweites Mal.

Ein tief in die Kanne reichendes Teesieb mit größerem Durchmesser, das ähnlich einem Kanneneinsatz mit Tee gefüllt wird und dann übergossen wird, ist eine annehmbare Variante. Man sollte aber den Kannendeckel auf das Sieb legen, damit nicht zuviel Wärme verloren geht.

Bei allen diesen Lösungen ist eins zu beachten: Nie den Tee im Beutel oder im Sieb ausdrücken! Dem Tee werden so nur noch bittere Gerbstoffe hinzugefügt, die dem Geschmack abträglich sein können.

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