Botanik
Die beiden Arten des Teestrauchs (Camellia sinensis sinensis und Camellia sinensis assamica) gehören, wie der lateinische Name schon andeutet, zur Gattung der immergrünen Kamelien.
Die sinensis-Variante, also der "Chinesische Teestrauch", entstammt dem südchinesischen Bergland und gedeiht dort (sowie in ganz Ostasien) strauchartig bis zu einer Höhe von ungefähr 10 Metern. Natürlich werden die Sträucher auf den Plantagen bewusst niedrig geschnitten, um die Ernte zu erleichtern. Sie bringen ungefähr drei Zentimeter breite und bis zu zehn Zentimeter lange, elliptisch geformte, spitz zulaufende dunkelgrüne Blätter hervor. Als Bergbewohner sind sie relativ robust gegenüber den Witterungsbedingungen, wachsen aber entsprechend dem vorherrschenden Gebirgsklima eher langsam.
Im Gegensatz dazu ist die assamica-Variante ein sehr schnell wachsender Baum, der durchaus dreißig Meter Wuchshöhe erreichen kann. Die Namensgebung assamica geht zurück auf den Fund der Pflanze im Dschungel der indischen Provinz Assam durch den Briten Robert Bruce um 1823. Die Pflanze selbst gibt es aber schon genauso lange wie die sinensis-Art, sie entstammt vermutlich den feucht-heißen Gebieten am Südosthang des Himalayas - dort wo heute die Grenzen von Burma, China und Indien verlaufen.
Als Tropengewächs braucht sie wesentlich mehr Wärme und Feuchtigkeit, erzeugt aber auch wesentlich größere, bis zu zwanzig Zentimeter lange Blätter. Im Jahr 1961 wurde übrigens ein über 1700 Jahre alter und mit 32 Metern riesiger Teebaum dieser Art im Regenwald Südchinas entdeckt.


