Teeseite

Die Teeseite



Darjeeling

Der recht kleine Distrikt Darjeeling liegt im indischen Bundesstaat Westbengalen am Südhang des Himalaya-Gebirges. Der Teeanbau dort begann mit der britischen Kolonialzeit, als sich das Klima der als Sommerresidenz für britische Beamte und Offiziere sehr beliebten Bergregion um die kleine Stadt Darjiling als ideal für den aus China mitgebrachten Teestrauch erwiesen hatte.

Die am meisten geschätzten Teebaugebiete der Welt liegen in Höhen bis zu 2000m, in denen die Teeproduzenten - es werden sinensis pur oder sinensis-Hybriden gepflanzt - die idealen Bedingungen für das Hervorbringen besonders milden Tees vorfinden. Durch das Gebirgsklima und die strenge Pflückregelung ("two leaves and a bud") werden pro Hektar Anbaufläche allerdings auch nur etwa 650kg Tee geerntet (bei Assam und Ceylon sind es über 1500kg).
Tee
Es werden normalerweise schwarze Tees und seltener Oolongs erzeugt, die als first flushs in der Tasse einen relativ hellen, aber überaus milden Aufguss ergeben. Die sonnenverwöhnten second flushs der Sommerernte sind dunkler und bieten komplexere Aromen. Jedoch eignet sich Darjeeling-Tee genau wie der chinesische Grüntee durch den hohen Gerbstoffanteil nicht für hartes Wasser. Es bildet sich der bitter schmeckende und unansehnliche Teestein. Erst in weichem Wasser entfaltet Darjeeling-Tee seine bekannten, typisch blumigen Aromen.

Darjeeling wurde übrigens erstmals im Jahr 1921 nach Deutschland importiert. Ein Großteil des weltweit als "Darjeeling" verkauften Tees ist allerdings gefälscht oder verfälscht (u.a. mit Tee aus dem indischen Anbaugebiet Nilgiri), wie man unschwer am Missverhältnis des jährlich produzierten (12.000t) und verkauften (>40.000t) Darjeelingtees erkennen kann. In Deutschland als "Darjeeling" verkaufter Tee muss übrigens nur mindestens 51% Darjeelingtee enthalten, also Vorsicht bei der Auswahl.

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