Gelber Tee
Ein extrem seltener und entsprechend teurer Tee. Er wird bisher nur in China von einigen Klöstern einiger südlicher Provinzen hergestellt. In Deutschland ist er praktisch nicht zu bekommen, in chinesischen Teeläden findet sich aber eigentlich immer ein oder zwei Sorten wie der "Junshan Yin Zhen" oder der "Huoshan Huangya".
Er ist dem weißen Tee vom Rohmaterial sehr ähnlich, es werden ebenso nur handausgelesene, ungeöffnete Teeknospen verwendet, allerdings werden sie nach dem Erhitzen bzw. Dämpfen oder Rösten nicht sofort getrocknet, sondern noch einmal abgedeckt ruhen gelassen. Während dieser Ruhephase verfärben sich die Blätter leicht gelblich und entwickeln durch dieses weitere Welken einen ganz eigenen Geschmack. Erst dann werden sie endgültig getrocknet, sortiert und verpackt. Wie beim Grünen Tee setzt auch hier keine Oxidierung/Fermentierung ein.
Der seltene und sehr wertvolle Gelbe Tee sieht im trockenen Zustand wie gelb-grünliche Tannennadeln aus - daher auch die Bezeichnung "Zhen" (Nadel). Der Aufguss, für den man ebenso wie bei Weißem Tee kein kochendes Wasser benutzt, ist wirklich gelblich, genau wie die aufgegossenen Blätter. Gelber Tee lässt sich mehrfach aufgießen, jeder seiner Aufgüsse (bis zu 7 sind üblicherweise möglich) bietet ausgesprochen komplexe Aromen - der "Huoshan Huangya" kann beispielsweise leicht pfeffrig schmecken. Ebenso wie beispielsweise die Oolongs verfügt er aber über einzigartige, beispielsweise verdauungsanregende Eigenschaften. Besucht man China, sollte man diesen Tee unbedingt einmal probieren.


