Teeseite

Die Teeseite



Geschichte des Tees

Der chinesischen Legende nach berichtete schon Shennong (auch Shen-Nung od. Shen-Nong, "der göttliche Bauer"), einer der mythischen Helden und Urväter der Han-Chinesen, in seinem Werk "Des göttlichen Bauern Buch von Wurzeln und Kräutern" von der Wirkung des Tees.

Im Jahr 2737 v. Chr. soll es sich zugetragen haben, dass der auf einem kleinen Feuer aus Teestrauchzweigen köchelnde Wasserkessel Shennongs mit herumwirbelnden Blättern "verunreinigt" wurde. Er kostete den entstandenen Sud - und fühlte sich erfrischt und ermuntert. Einer anderen Überlieferung nach fielen trockene Blätter von einem Teebaum in seinen Kessel oder in einen Brunnen, dessen Wasser er versehentlich aufkochte und trank.

Interessant sind dazu auch die anderen Mythen, die sich um Shennong ranken - beispielweise soll er sich während seiner Forschungen häufiger unabsichtlich vergiftet haben. Als Gegenmittel nahm er dann stets den Teesud zu sich. Es scheint geholfen zu haben, schließlich soll er eines natürlichen Todes gestorben sein und auf dem "Tee-Berg" in der Provinz Hunan begraben worden sein.

Weiterhin existiert die Legende, dass er den Truppen seines Bruders Huáng Dì ("der gelbe Kaiser") den Teesud als "Muntermacher" verabreichte. Es gibt dafür allerdings, ebenso wie für die anderen Legenden um seine Person, keine direkten Belege.

Belegt ist aber die großflächige Anpflanzung von Tee um das Jahr 1000 v. Chr. und eine Teesteuer in China im Jahr 221 v. Chr., die bereits auf eine weite und wirtschaftlich relevante Verbreitung schließen lässt. Die Verwendung beschränkte sich der Überlieferung nach jedoch nur auf Opfergaben, als Medizin und sogar als Gemüsebeilage, nicht aber als tägliches Getränk für jedermann.

 
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