Teeseite

Die Teeseite



Java

In den Tälern der großen und fruchtbaren indonesischen Insel wird bereits seit der holländischen Kolonialzeit Tee angebaut. Waren es im 19. Jahrhundert noch Zwangsmaßnahmen der holländischen Kolonialherren, die die einheimischen Bauern zwangen, auf einem Fünftel ihrer Felder z.B. Tee und Kaffee für Europa anzubauen, entstanden im Laufe der Zeit immer größere Plantagen. Das Klima und die fruchtbaren vulkanischen Böden der Insel sind für die Erzeugung eines milden Tees ideal, ähnlich also wie beim berühmten Java-Kaffee, der seinerseits durch einen geringen Säureanteil sehr geschätzt ist.

Java-Tee erreicht natürlich nicht die kräftig-herben Geschmacksnoten der Hochlandtees aus China, Indien oder Ceylon, stattdessen bietet er mit seiner erfrischenden Note eine angenehme Alternative dazu. Die Ausläufer der Vulkane sind jedenfalls sehr häufig mit Teeplantagen bedeckt, wird hier auf der Insel doch auch sehr viel Massenware für den Inhalt von Abermillionen Teebeuteln hergestellt.

Auf Java finden sich im Gegensatz dazu aber auch hervorragende Spitzentees. Sie gelangen allerdings selten in reiner Form den Weg in den deutschen Einzelhandel, sondern werden eher als Beimischung von Blends verwendet. Dabei wird auf der Insel im Sommer und im Herbst ein sehr guter Oolong hergestellt, der ebenso wie die Grünen und Schwarzen Tees der Insel eine kräftige, aber ausgeglichene Geschmacksnote hat und mit jedem Aufguss ein neues Geschmackserlebnis bietet.

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