Teeseite

Die Teeseite



Kenia & Tansania

Rund um das Kenianische Hochland wird erst seit ca. 60 Jahren Tee angebaut. Die ansonsten häufig im Land anzutreffenden kargen Böden und der Feuchtigkeitsmangel stellen für den "Bewohner" des fruchtbaren Rift Valleys vor keine großen Probleme. Europäische Farmer gründeten etwa ab den zwanziger Jahren größflächige Teefarmen, weil der Weltmarktnachfrage nach Tee seit dem ersten Weltkrieg stark anstieg. Die Erfindung und Verbreitung des Teebeutels in den 1930ern beschleunigte den Drang nach billig produziertem, kräftigem Tee. Kenia bot sich wegen seiner Topografie als exzellenter Standort an, nach einigen Versuchen setzten sich assamlastige Teehybriden durch.

Wegen der fruchtbaren vulkanischen Böden, der immer herrschenden Luftfeuchte und dem auch ansonsten recht milden Klima ergibt sich - wenn die Plantage denn hochqualitativen Tee erzeugen will - ein ganz hervorragender Tee. Berühmt ist beispielsweise der kenianische weiße Tee, der dem chinesischen Weißen Tee in nichts nachsteht, nur sind die Teeknospen beim chinesischen Tee noch etwas kleiner.

Der Tee wird ganzjährig geerntet, die besten Qualitäten ergeben sich aber durch die klimatischen Besonderheiten und den deswegen bedingten Wachstumsphasen des Teestrauchs im Januar/Februar und im August, die dann auch als first und second flush vermarktet werden.

Leider wird in beiden Ländern häufig nur Massenware für den internationalen Markt produziert. Die geernteten Blätter werden in den sogenannten CTC-Maschinen verarbeitet, die den Verarbeitungsprozess zwar beschleunigen, dabei allerdings die erzielbare Qualität extrem absenken. Kenia und Tansania sind dadurch aber für immerhin ca. 13% der weltweiten Teeproduktion verantwortlich.

 
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