Teeseite

Die Teeseite



Oolong-Tee

Nach dem morgendlichen Pflücken der für einen Oolongtee bestimmten Blätter der sinensis-Teesträucher müssen diese zuerst noch in der prallen Sonne welken, um danach noch einige Stunden am Nachmittag in einem dunklen Raum auf Bastmatten zu ruhen. Anschließend werden sie durch schwere Steinpressen leicht gequetscht, um eine bessere Oxidierung/Fermentierung zu erreichen. Während diese Fermentierung läuft, werden die Blätter immer wieder per Hand gewendet und gerieben, um den erneut austretenden Blattsaft ebenfalls mit zu oxidieren.

Dieser im Gegensatz zur Schwarzteeherstellung nur 2 bis 3 Tage dauernde Prozess wird durch das kurze Rösten in großen Stahlpfannen beendet. Soll ein Gunpowder-Oolong entstehen, werden die großen Teeblätter dann üblicherweise noch maschinell aufgerollt. Ansonsten werden die Blätter noch weiter zerkleinert und nach dem Abkühlen nochmals getrocknet, um dann verpackt zu werden.

Die beispielsweise in einem Gunpowder-Oolong enthaltenen kleinen Blattröllchen entfalten sich beim Übergießen mit Wasser sehr schön in der Tasse - ein wunderbarer Anblick, der vielleicht auch zur Namensgebung führte, denn Oolong bedeutet auf Mandarin "schwarzer Drache".

Oolong-Tee kombiniert die Vorteile von Grünem und Schwarzem Tee, er ist wie ein Schwarzer Tee länger haltbar und bietet dabei anspruchsvollere, komplexer duftende Aromen als Grüner Tee, enthält aber trotzdem einen großen Teil seiner Gerbsäuren. Da meistens nur vollständige Blätter als Oolongs verarbeitet werden, wurden diese also immer handgeerntet und sind üblicherweise von einer hervorragenden Qualität.

 
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