Teeseite

Die Teeseite



Richtige Zubereitung

"Beklagenswert sind auf dieser Welt drei Dinge:
Der Verderb der Jungend durch falsche Erziehung,
die Schändung der besten Bilder durch gemeines Begaffen
und die Verschwendung besten Tees durch unfähige Hände."
(Lee Chi Lai, ein chinesischen Dichter während der Sung-Dynastie)

Die durchschnittlich nur etwa 22 Liter Tee, die der Deutsche pro Jahr zu sich nimmt, sind im Vergleich zu den ca. 160 Litern Kaffee natürlich herzlich wenig. Schaut man sich aber einmal die lieblosen Zubereitungsmethoden an, wie sie in Deutschland leider weit verbreitet sind, wundert es auch nicht weiter, warum es nur so wenig ist.

Der zwar einigermaßen praktische Teebeutel ist vollgestopft mit Teestaub der niedrigsten Qualität und gibt dem schon etwas abgestandenen Wasser aus dem Wasserkocher immerhin etwas Farbe in der Tasse. Ein Aroma ist ohne heftigsten Zuckereinsatz nicht vorhanden. Oder es ist dermaßen penetrant, weil man (hoffentlich nur aus Versehen) den "Wildkirsch-Vanille-Tee" aus dem Supermarktregal genommen hatte. Was sich dort in der eben aufgebrühten Tasse befindet, hat mit Tee nichts mehr zu tun, sondern ist nur noch gefärbtes und mit Produkten der großen Chemiekonzerne versetztes Wasser. Na denn, wohl bekomm's!

Natürlich ist diese Szene eine Horrorvorstellung eines jeden selbsternannten Teekenners. Zwar schlagen auch diese "Experten" regelmäßig über die Stränge, wenn sie den Teebeutel für eine Erfindung des Satans halten und das auch immer wieder lautstark äußern, sich ihr Teewasser von jenseits der Alpen kommen lassen und sich in erbitterten Diskussionen für oder wider des vorgewärmten Umgießgefäßes ergehen. Allerdings kann man durch ein paar wirklich einfache und grundlegende Dinge den Genuss durch Tee merklich steigern.

 
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