Teeseite

Die Teeseite



Teesorten

Die Blätter der sinensis- und assamica-Teesträucher sowie deren Hybriden entwickeln ihr individuelles Aroma natürlich in erster Linie durch die Bedingungen in ihren Anbauregionen. Aber nicht nur deren Böden, Klima, Sonneneinstrahlung, Düngung und Feuchtigkeit und die daraus resultierende Wachstumsgeschwindigkeit machen sie dann in der Tasse unterscheidbar - es kommt in einem hohen Maße auf die weitere Verarbeitung der geernteten Blätter an. Von ein und demselben Teestrauch lässt sich allein durch die jeweilig unterschiedliche Verarbeitung beispielsweise Schwarzer, Grüner, Weißer oder Gelber Tee gewinnen.

Die Ernte (flush) der auf 1 bis 1,5 Meter beschnittenen Teesträucher kann (und sollte) traditionell per Hand erfolgen oder je nach Plantagen-Beschaffenheit automatisch mit Maschinen. Die erheblich bessere Qualität wird natürlich bei der aufwendigen manuellen Ernte erzielt, denn die lieblos arbeitenden Maschinen beschädigen bereits beim Blattschnitt die Blätter so stark, dass enorm viel Teesaft verloren geht und für die Fermentierung beispielsweise nicht mehr zur Verfügung steht.

Üblicherweise werden für die die beschwerliche und reichlich monoton wirkende Arbeit der Teeernte Frauen eingesetzt. Sie pflücken bereits in der Morgendämmerung mit Hilfe einer speziellen Ernteschere, die den Auffangkorb gleich mit enthält, die jüngsten Triebe nach dem Muster "two leaves and the bud", also "zwei Blättchen und die Knospe". Bei Plantagen, die nicht so hochwertigen Tee erzeugen, sondern eher auf Masse ausgerichtet sind, ernten die Frauen aber den Teezweig bis zum 6. Blatt ab. Durch die größeren und vor allem älteren Blätter im Tee entsteht somit ein völlig anderer Geschmack.

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