Teeseite

Die Teeseite



Türkei

In der Türkei wurde in den zwanziger Jahren mit Gründung der Republik durch Atatürk nach einer Möglichkeit gesucht, den in der türkischen Tradition so tief verwurzelten und nun nur noch schwer aus dem britischen Arabien importierbaren Kaffee möglichst schnell und gut zu ersetzen. Die Wahl fiel auf Tee, wobei man aber auf die Selbstversorgung bedacht war und beschloss, den Tee im eigenen Land herzustellen.

Nach einigen gescheiterten Experimenten fand man an der Schwarzmeerküste rund um die Region Rize und im Grenzgebiet zu Georgien und Armenien sehr gute klimatische Bedingungen für den Teeanbau vor. Das Wissen um den Teeanbau wurde weitestgehend von den Georgiern übernommen. Der in der Türkei produzierte Schwarztee der sinensis-Hybriden ist allerdings, genau wie der georgische Tee auch, meist nur Massenware ohne besonderen Charakter. Er färbt das Wasser recht stark und schmeckt ähnlich wie Ceylontee, ist aber auch recht bitter, weswegen eine große Portion Zucker immer dazugehört, wenn man sich den Tee aus der türkischen Form des Samowars zubereitet. Kräftige Mischungen zwischen Tee-"Stammlösung" und heißem Wasser werden übrigens tav?an kan?, "Hasenblut" genannt und machen ähnlich wie eine Tasse starken Kaffee putzmunter.

Es gibt natürlich auch in den türkischen Teeanbaugebieten erstklassige Qualitäten erzeugende Familienbetriebe, leider sind die außerhalb der Türkei selbst kaum zu bekommen.

Anzeige:


 
Impressum