Teeseite

Die Teeseite



Wasserqualität

Da Tee zu 99,99% aus Wasser besteht, ist es nur logisch, hierauf ein besonderes Augenmerk zu legen. Zwar gibt es in vielen Gegenden Deutschlands recht weiches Leitungswasser, also mit nur einem geringen Anteil an Calcium- oder Magnesiumcarbonat versehen, das für alle Teesorten gut geeignet ist - aber was macht man, wenn dies nicht der Fall ist? Wasserhärtegrade über 20 ergeben leider mit vielen besseren Teesorten nur ein ziemlich bitteres, unansehnliches Getränk, das schon nach wenigen Minuten Teestein und Teehaut absetzt.

Zum einen bleibt die Möglichkeit, sich mit einem chemisch arbeitenden Ionentauscher (sogenannte Wasserfilter) der die Wasserhärte verursachenden Kalkverbindungen zu erledigen. Das funktioniert zwar ganz leidlich, jedoch kosten diese Filter viel Geld, außerdem entziehen sie dem Wasser den darin gelösten Sauerstoff. Das Wasser schmeckt dadurch etwas schal.

Zum anderen kann man sich besonders weiches Teewasser in größeren 5l-Flaschen kaufen oder auch bequem liefern lassen, wie man es auch von Wasserspendern oder vom Urlaub in südlicheren Ländern gewohnt ist. Zwar enthält es auch weniger gelösten Sauerstoff als beispielsweise das frisch aus dem Leitungshahn laufende Wasser, aber es ist auf jeden Fall die empfehlenswerteste Alternative.

Als dritte Möglichkeit bliebe noch, sich an bestimmte, gerbstoffarme Teesorten zu halten. Reiner Assamtee oder Teemischungen, die hauptsächlich Assam enthalten, reagieren nicht so empfindlich auf hartes Wasser und bilden dann bei kurzer Ziehzeit nicht so starke unangenehme Begleiterscheinungen wie Teestein und Teehaut aus.

Das Wasser wird am einfachsten im sauberen Wasserkocher oder einem Teekessel aufgekocht. Noch darin verbliebenes Wasser wird vorher ausgeschüttet (in die Blumengießkanne beispielsweise) und wirklich nur frisches Wasser verwendet. Es sollte für die Schwarzteezubereitung etwa 5 bis 10 Sekunden stark sprudeln, bevor man es in das ebenfalls mit heißem Wasser ausgespülte und damit vorgewärmte Teegefäß gibt. Der Grund für das Vorwärmen liegt darin, dass das Teewasser nicht noch die Wände des Gefäßes aufheizt und somit länger heiß bleibt. Schwarzer Tee schmeckt nämlich am besten, wenn er möglichst lange Zeit bei über 90°C ziehen kann. Nicht ohne Grund haben große Teetrinkernationen den gehäkelten oder gestrickten Teekannenwärmer erfunden.

Für die Zubereitung von Grünem, Weißem und Gelbem Tee sowie bei Oolong wartet man am besten eine halbe Minute, bis das Wasser aufgehört hat zu kochen und übergießt den Tee dann erst. Den ersten Aufguss dieser Tees lässt man etwa eine Minute ziehen, den zweiten verlängert man um etwa 30 Sekunden, den dritten und alle weiteren lässt man etwa 3 Minuten lang ziehen. Die Aufgüsse sollten jeweils mit ca. 80-85°C heißem Wasser erfolgen. Diese Teesorten eignen sich übrigens ebenfalls nicht so recht für hartes Wasser.

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