Teeseite

Die Teeseite



Die pyhsiologische Wirkung von Tee

Die Blätter der Teepflanze wurden nachweislich schon vor 5000 Jahren in China als Medizin verwendet. Indem man die Blätter getrocknet, später gemahlen und mit vielen weiteren Zutaten zu einem Sud verarbeitet hat. Die erfrischende und belebende Wirkung des Tees wurde damals schon erkannt und immer weiter überliefert.

Die Ursachen dieser Wirkung auf den Menschen liegen zum großen Teil im enthaltenen Koffein, das immerhin 3-5% der Trockenmasse ausmacht. Darüber hinaus sind auch die verschiedenen Gerbstoffe sowie das Theanin wirksam. Der Gerbstoffanteil in frischen Teeblättern beträgt zwischen 20 und 30%.

Das im Tee vorkommende Koffein wirkt erstens durch seine zweieinhalbmal geringere Konzentration in der Teetasse (40mg) und zweitens durch seine Bindung an das Eiweiß Theanin nicht so schnell im menschlichen Körper wie das ungebunden vorkommende Koffein des Kaffees. Während das Kaffee-Koffein somit sehr schnell über die Blutbahn aufgenommen werden kann und direkt die Produktion von Adrenalin auslöst, wird durch den Thein-Koffein-Komplex zuerst das vegetative Nervensystem (Rückenmark und Brustkorb) im Körper stimuliert. Diese langsame Anregung bedingt dann eine geringere, aber auch länger anhaltende körpereigene Ausschüttung von Adrenalin. Dadurch gibt es nach dem Teegenuss auch keine plötzlichen Stresserscheinungen wie beispielsweise das bekannte Herzrasen, sondern es setzt eine länger anhaltende, leichtere Erregung ein - eben eine erfrischende Wirkung.

Theophyllin, ein dem Coffein verwandtes Purin, wirkt im Gegensatz zum Koffein beruhigend auf den Körper, beispielsweise senkt es die Darmaktivität und führt so zu einer Beruhigung des gesamten Körpers, ähnlich wie sie während der natürlichen Schlafphase eintritt.

Theanin, ein Eiweiß, das ca. 1-2% der Tee-Trockenmasse ausmacht, spielt beim Teeaufguss eine große Rolle, denn es wirkt dem Koffein direkt entgegen. Es braucht allerdings relativ lang, um in wirksamen Mengen durch das heiße Wasser aus den Blättern herausgelöst zu werden. Insofern wirkt ein nur kurz ziehender Tee anregender als ein länger ziehender.

Die im Teeblatt enthaltenen Gerbstoffe, darunter vor allem die Gruppe der Catechine, bilden das für unseren Geschmackssinn hauptsächliche Teearoma.

Durch die beim schwarzen Tee benutzte Fermentierung werden sie teilweise zu Theaflavinen umgewandelt. Diese sind dann zusammen mit den fermentierten Carotinen ursächlich für die gelblich-rötliche Färbung und das Aroma des Schwarztee-Aufgusses. Den verwandten Theaflavanolen wird die Verhinderung der Cholesterinablagerung in den Blutgefäßen nachgesagt.

Den Gerbstoffen wird insgesamt eine hohe Bindungsfähigkeit für die im Körper vorhandenen freien Radikalen zugeschrieben - leider sind sie aber auch verantwortlich für die Bildung von unerwünschten Effekten wie der Teetrübung und der Teehaut bei Verwendung von hartem Wasser.

Aromastoffe wie die Theaspirane (erinnert an Heu), Linalool (Maiglöckchen), Fureanole (Karamel) und viele, viele weitere machen dann das endgültige Aroma des Tees aus, das sich in Mund und Nase ausbildet.

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