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Geschenke rund um den Tee

Schnell eine Tasse Kaffee oder Espresso zwischendurch und dann geht der Arbeitsstress weiter? Dann ist es an der Zeit, einmal richtig abzuschalten.
Das gelingt allerdings am besten mit einem heißen Tee und im gemütlichen Zusammensein mit Freunden oder Verwandten. Denn hierbei kann man die Seele richtig baumeln lassen und sich wunderbar entspannen.

Faszination Tee – ein Streifzug durch verschiedene Kulturen

Natürlich lässt sich ein Tee einfach aufbrühen und schnell trinken – aber Eile und Stress müssen nicht sein, wie verschiedene Trink-Traditionen beweisen:

Ein sehr bekanntes Beispiel für Tee-liebende Europäer und eine außerordentlich bekannte Teekultur sind die Briten. viele Anhänger, sondern findet immer neue Liebhaber. Kein Wunder, denn dank mit Milch – oder alternativ mit Zitrone – getrunkenem Tee trotzt man problemlos jedem Wetter. Und für den kleinen oder größeren Hunger zwischendurch stehen Sandwichs, Scones, Gebäck oder Pralinen bereit. Da darf man sogar von einer echten Zwischenmahlzeit sprechen.

Natürlich wird auch in der Türkei mit Vorliebe Tee getrunken. Die Tages- und Mahlzeit sind dabei nicht entscheidend. Schließlich steht die gemeinsame Tasse Tee für Freundschaft und Gastfreundlichkeit und Freunde oder Geschäftspartner sind häufig zu Besuch. Bevorzugt bereitet man Schwarzen Tee im Caydanlik zu und trinkt ihn aus Gläsern. In aller Regel nimmt man Zucker, aber keinesfalls Milch zum Tee.

Daneben gibt es in Russland eine jahrhundertealte Tee-Tradition: Nachdem die Mongolen im 17. Jahrhundert den Tee nach Russland exportierten, entwickelte er sich innerhalb von zwei Jahrhunderten zu einem in allen Gesellschaftsschichten anerkannten und beliebten Getränk. Der russische Samowar funktioniert ähnlich wie der Caydanlik und ist ein unverzichtbares Hilfsmittel zur Teezubereitung. Darüber hinaus dient als dekoratives Element in der russischen Wohnkultur und spiegelt sehr oft sowohl Familiengeschichte als auch Traditionen seiner Besitzer wider.

Sogar in Deutschland gibt es eine Region, die für ihren Tee-Genuss weithin bekannt ist: Ostfriesland. Hier wird zur Teetied (Teezeit) meist ein dunkler Tee aus verschiedenen Assam-Sorten zubereitet, den man klassischerweise mit weißem oder braunem Kandiszucker und Sahne verfeinert.

Und selbstverständlich darf man Asien (vor allem China und Japan) nicht vergessen: Hier gibt es aufwendige Zeremonien, die bis zu mehrere Stunden dauern.
Ein wesentliches Element hierbei ist – insbesondere in China – dass der erste Teeaufguss nicht getrunken wird. Anschließend können mehrere Aufgüsse erfolgen, in deren Verlauf der Tee jeweils zehn Sekunden länger zieht. Man sollte also Zeit und Muße mitbringen, denn bei asiatischen (Geschäfts-) Freunden zum Tee trinken eingeladen zu sein, ist keine Beschäftigung für Hektiker.

Teegeschenk

Teegeschenk ©iStockphoto/eAlisa

Kurz gesagt: Bei so vielen Anlässen und Möglichkeiten, Tee zu trinken, sollte es kein Problem sein, für einen Tee-Liebhaber das richtige Geschenk zu finden. Vor allem dann nicht, wenn man ihn und seinen Geschmack bereits etwas besser kennt.

Teekannen, Teetassen, Teegläser und das richtige Material

Das Angebot im Bereich Teeservices ist nahezu unendlich und was für wen infrage kommt, liegt immer im Auge des Betrachters. Da die Auswahl jedoch nahezu unbegrenzt ist, passiert es schon einmal, dass man sich nicht entscheiden kann. Eine gute Orientierungshilfe bietet jedoch das Material:

Glas und Porzellan eignen sich besonders gut für Kannen, in denen Weißer und Grüner Tee gekocht werden: Sie speichern keine Hitze speichern und bewahren den Tee so vor dem Überhitzen. Aufgrund ihrer Durchsichtigkeit lassen sie zudem Schlüsse darüber zu, wie weit der Tee schon gezogen ist. Kannen aus Ton hingegen sind vor allem bei Schwarzem Tee, Oolong und Pu Erh sehr beliebt.

Darf es eine etwas ungewöhnlichere Teekanne sein?

Selbstverständlich gibt es sehr geschmackvolle „klassische“ Teekannen. Wer aber gerne auf original türkische, russische oder chinesische Art Tee zubereiten möchte, ist mit den entsprechenden Kannen gut bedient.

Ein Caydanlik wird häufig aus Edelstahl angefertigt und besteht aus einer größeren unteren Kanne (Caydanlik) und einer kleineren, darüber befestigten Kanne (Demlik). Im Caydanlik wird das Teewasser erhitzt, im Demlik das Teekonzentrat hergestellt. Der Vorteil dieser Kannenkombination liegt auf der Hand: Da das Wasser unabhängig vom Konzentrat erhitzt wird, kann man beides unabhängig voneinander ins Glas gießen und so die Stärke des Tees jedes Mal neu variieren. Fast genauso funktioniert übrigens der russische Samowar.

Der chinesische Gai Wan hingegen ist im Prinzip eine Untertasse mit einer kugelförmigen Schüssel und einem Deckel als Aufbau. Dieser ist so konstruiert, dass er die in der Schüssel befindlichen Blätter auffängt, sobald man den Deckel verschiebt und das Wasser durch den entstandenen Spalt in eine Teetasse gießt – oder der Einfachheit halber direkt aus dem Gai Wan trinkt.

Tee an sich und die perfekten Aufbewahrungsmöglichkeiten

Perfekt geeignet zum Verschenken ist liebevoll verpackter loser Tee: Gerade selbst gebastelte Teebeutel machen nicht viel Arbeit und hinterlassen einen bleibenden Eindruck:

Um sie zu basteln, sollten kleine Papierblätter mit dem Namen der verwendeten Teesorte(n) hübsch beschriftet werden. Anschließend werden zehn bis 15 Zentimeter lange Baumwollfäden zugeschnitten und an einem Fadenende befestigt. Dies geht beispielsweise mit einem Tacker. Nun kürzt man Teefilter aus Papier um jeweils ungefähr ein Drittel in der Länge und befüllt sie mit Hilfe eines Teelöffels mit Tee (circa ein bis zwei Teelöffel pro Beutel reichen völlig aus. Zum Schluss schließt man das obere Ende, indem man das freie Ende des Bändchens um den Teefilter herum knotet – fertig.

Besonders kreative und handwerklich begabte Personen können zusätzlich eine Aufbewahrungskiste für die Teebeutel basteln. Komplett losen Tee bewahrt man am besten in e in Aluminiumbeuteln auf. Dosen eignen sich daher nicht optimal, weil sie oft großen Temperaturschwankungen unterworfen sind. In der Folge steigt das Tee-Aroma in die Luft in der Dose steigt und verfliegt beim Öffnen derselben. Ihr dekorativer Mehrwert ist allerdings unbestritten und eine kurzzeitige Aufbewahrung ist (sofern man den Tee schnell wieder umfüllt) kein Problem. Allerdings sollte man darauf achten, dass sich immer nur eine Teesorte in der Dose befindet.

Süße Sünden – (aromatisierter) Zucker

Kandis und Konsorten erhält man in jedem gut sortierten Teeladen in den unterschiedlichsten Ausführungen. Gerade aromatisierter Kandis mit Rum (und wer mag mit Früchten) lässt sich jedoch auch hervorragend selbst herstellen. Zudem entstehen selbst raffinierte Kandisstäbchen in Eigenregie. Diese sind allerdings etwas zeitaufwändiger, da die Zuckerkristalle mindestens zwei Monate zum Wachsen brauchen und das Zucker-Wasser-Verhältnis stimmen muss.

Die leckere Ergänzung

Wie wäre es schmackhaften Kleinigkeiten, die den Tee auf kulinarische Weise abrunden? Baklava (Blätter- oder Filoteig mit gehackten Nüssen, der noch heiß schichtweise mit einem Sirup aus eingekochtem Zuckerwasser bestrichen wird) oder Scones, die man mit Clotted Cream (Streichrahm) und Honig oder Konfitüre reicht, versüßen das gemütliche Beisammensein zusätzlich.

Alles für Spieler

Neben allen praktischen und schmackhaften Geschenken kommen verspielte Kleinigkeiten gut an:

Ein selbst hergestelltes Memory mit eigenhändig fotografierten Teemotiven oder ein entsprechendes Quartett zeigen, dass man sich über das Präsent echte Gedanken gemacht hat – ohne das Schenken als todernste Sache zu betrachten. Und falls es sich sogar um ein Gruppengeschenk handelt, ist ein Teewürfel eine witzige Idee. Dazu benötigt man einen festen Pappwürfel, dessen Seiten alle Beteiligten gestalten – am besten jeder seine Seite. Der Beschenkte hat pro Woche einmal Würfeln frei und wird von demjenigen, den er gewürfelt hat, zur Teestunde eingeladen. Innerhalb von sechs Wochen darf der Beschenkte alle seine Freunde besuchen und es mit ihnen zusammen bei einer Tasse Tee gemütlich machen. Wenn das mal keine guten Aussichten sind?

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