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Die beliebtesten Teesorten

Die beliebtesten Teesorten

Einleitung

Für die verschiedensten Anlässe sorgt eine gute Tasse Tee für Wohlbefinden und Stärkung. Die Teesorten werden je nach Verwendungszweck zubereitet. Die Teetime oder der Nachmittagstee statt Kaffee, mit oder ohne Sahne, mit Zucker oder ohne, wird mit köstlichen Gebäckzutaten genossen. Hier werden besonders die Klassiker bevorzugt. Aber auch Früchtetees oder Wintertees erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Nicht zu vergessen sind die Kräutertees, Heiltees oder Gesundheitstees, die mit ihrer vielfältigen sanften medizinischen Wirkung Heilungsprozesse unterstützen können.

Die Klassiker

Schwarzer Tee

Oder auch Camellia sinensis aus Asien stammend gehört innerhalb der Teestrauchgewächse zur Gattung der Kamelien, aus deren Pflanzenteilen insbesondere der Blätter echter Tee hergestellt wird. Die Variation Kamelia sinensis var. assamica bringt einen kräftigen und dunklen Tee als Aufgussgetränk hervor. Auf Grund des Gehalts an Coffein wird Schwarzer Tee häufig als Genussmittel verwendet. Schwarzem Tee wird aber auch eine medizinische Wirkung nachgesagt. In der Volksheilkunde wirkt Schwarzer Tee auf Grund der enthaltenden Gerbstoffe positive gegen Durchfall oder verdorbenen Magen. Der hohe Fluoridgehalt soll vorbeugend gegen Karies oder Osteoporose sein.

Grüner Tee

Grüner Tee unterscheidet sich in der Zubereitung von seinem Vorgänger. Während die Schwarzen Teeblätter zunächst einem Welkungsprozess von maximal einem Tag, zumindest bis die Blätter eine dunkle Farbe angenommen haben, unterzogen werden, wird der Grüne Tee sofort dem Heißlufttrocknungsprozess zugeführt. Deshalb bleiben hier die Blätter grün.

Der Koffeingehalt ist um 2,2 % niedriger. Man sagt dem Grünen Tee eine krebsvorbeugende und gegen Arteriosklerose schützende Wirkung nach.

Weißer Tee

Die Besonderheit des weißen Tees liegt im seidenartigen Flaum der jungen Teeknospen. Durch die besondere Auswahl der Blätter erreicht der Tee seine Eigenart. Neben dem hohen Polyphenolgehalt, der als Antioxidantie freie Radikale unschädlich machen und außerdem das Immunsystem stärken soll, wird dem Weißen Tee auch eine blutdrucksenkende Wirkung nachgesagt. Die beliebteste Sorten sind die weiße Pfingstrose und die Silbernadel.

Bei der Zubereitung des Weißen und Grünen Tees muss das abgekochte Wasser auf 75 Grad abkühlen, um das Vitamin C nicht zu zerstören. Die bessere Aufnahme der Polyphenole hingegen ist mit 95 Grad heißem Wasser und langem Aufbrühzeiten besser gewährleistet.

Früchtetees

Früchtetees sind teeähnliche Aufgussarten einzelner getrockneter Pflanzenarten wie Hagebutte, Erdbeere, Apfel oder eben eine Mischung vieler verschiedener Geschmacksrichtungen. Die Früchtetees sind koffein- und kalorienfrei und werden mit kochend heißem Wasser aufgegossen. Unterschiedliche Schnittgrößen oder Verfeinerungsgrade haben allerdings keinen Einfluss auf Geschmack oder Wirkung. Die Pflanzen für diese Teesorten werden meistens kontrolliert biologisch angebaut. Den Pflanzen mit verschiedenen ätherischen Ölen, Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und Polyphenolen werden zur Verfeinerung Gewürze oder Aromen hinzugefügt. Mit dem Aufguss von 1 Teelöffel pro Tasse wird der gewünschte Geschmack in 8 – 10 Minuten erreicht.

Wintertees

Werden diesen Tees noch Mandeln, Zimt oder Bratapfelaromen hinzugefügt, das Ganze vielleicht zu einem Punsch vermischt, kann man sich die dunklere Jahreszeit am Abend am Kamin gemütlich werden lassen.

Teesorten

Teesorten ©iStockphoto/HeikeRau

Entschlackungstees

Sennesblätter

Äußerst wirkungsvoll und daher mit Vorsicht anzuwenden ist der Sennesblättertee. Die Pflanze wächst als Strauch mit wechselständigen Laubblättern und traubigen Blütenständen. Die Fruchtdroge wirkt milder als die Blattdroge. Eine Überdosierung kann schädliche Nebenwirkungen haben. Senna alexandrina ist eine Pflanzenart der Gattung Senna der Johannisbrotgewächse. Bereits im 16. Jahrhundert wurde sie in Kombination mit Lauch und Wermut als Abführmittel empfohlen. Beheimatet ist sie in Afrika, den arabischen Halbinseln sowie in Indien und Pakistan.

Kräuter- und Heiltees

Kräutertees als teeartiges Aufgussgetränk werden aus frischen und getrockneten Pflanzenteilen wie Blätter oder Blüten mit kochendem Wasser aufgegossen.

Man unterscheidet hierbei 2 Produktgruppen:

  1. Kräutertees als Lebensmittel in der Ernährung,
  2. Arzneitees, die als Arzneimittel unter das Gesetz fallen und auf Verpackungen entsprechend gekennzeichnet sein müssen,

Viele der verwendeten Pflanzen können sowohl als Genussmittel als auch als Arzneimittel eingesetzt werden. Kräutertees sind größtenteils koffeinfrei und enthalten ätherische Öle, Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und Polyphenole. Polyphenole sind bioaktive Bestandteile wie Farbstoffe, Geschmackstoffe und Fannine. Sie gelten als gesundheitsfördernd. Apfelbeeren, Trauben der Weinreben, das Fruchtfleisch der Mangostafrucht, der Granatapfel u. v. a. haben einen hohen Polyphenolgehalt. Einige der Polyphenole wirken als Antioxidantien entzündungshemmend und krebsvorbeugend. Flavonoide und Anthocyane schützen den Körper vor freien Radikalen. Die Kräuter- und Heiltees entstammen kleineren Anbaugebieten aus Südeuropa, China, Ägypten aber auch Deutschland. Lindenblüten, Holunderblüten oder Brennnesseln werden aus Wildsammlungen gewonnen. Diese Tees werden im Handel als lose Ware (Grobschnitt), als Aufgussbeutel oder als sofort lösliches Produkt angeboten. Für die geschmackliche Verfeinerung werden Gewürze und Aromen hinzugefügt. Bei sachgerechter Trocknung und Lagerung in dunklen, luftdicht verschlossenen Behältern können die Vitalstoffe lange erhalten bleiben. Tee aus frischen Kräutern kann sofort nach dem Aufguss des heißen Wassers ohne lange Wirkzeit getrunken werden.

Hagebutte

Die ungiftigen Früchte verschiedener Rosenarten wie z. B. der Hundsrose bezeichnet man als Hagebutte, o. a. Hägen, Hiefe, Hiffen, Rosenäpfel, Mehlbeere. Dabei entstammt das Wort Hag vermutlich dem Herkunftsort der Heckenpflanze (Rosa canina) und das Wort Butte von Butzen (Verdickung). Die Hagebutte enthält viele Vitamine, besonders Vitamin C und auch Vitamin A, B1 und B2.

Folgende Rosenarten bilden Hagebutten:

– Gebirgsrose o Rosa pendulina, Alpen-Rose, Berg-Rose aus den Gebirgen Mittel-, Süd- oder Südosteuropas stammend,

– Hundsrose o. Rosa canina, den Küsten Dänemarks oder Schwedens entstammend,

– Kartoffelrose o. Japanische Apfelrose o. Rosa rugosa,

– Schottische Zaunrose o. Rosa rubiginosa

– Vitaminrose,

Anbaugebiete der Hagebutte sind Europa und Asien. Hagebutten finden nicht nur allein als Tee, sondern auch als Mus oder Konfitüre, Fruchtwein, Likör oder zusammen mit anderen Sorten in Teemischungen Verwendung. Einen vitaminreichen Tee kann man aus der getrockneten Schale der Hagebutte herstellen, der harntreibend und abführend ist. Der Hagebuttentee unterstützt somit die Therapie bei Blasen- und Nierenleiden sowie Erkältungskrankheiten. In konzentrierter Form kann ein Aufguss gegen Gicht und Rheuma zur Linderung verhelfen. Dem besonderen Wirkstoff der wilden Hagebutte, Galaktolipid, sollen bereits wissenschaftlich gute Ergebnisse gegen Arthrose-Erkrankungen nachgewiesen worden sein.

Pfefferminze

Aus der Gattung der Minze vermutlich als Kreuzung der Bachminze, Mentha aquatica, und der Waldminze, Mentha spicata, ist die Pfefferminze, Mentha piperita, als beliebte Heil- und Gewürzpflanze mit einem hohen Menthol- aber niedrigen Carvongehalt hervorgegangen. Die Pfefferminze stammt aus Kulturen gemäßigter Klimazonen. Sie ist eine 30 bis 90 cm hohe krautige frostharte Pflanze und blüht ab Juli bis September rosa bis lilafarbig. Die Blätter, die für den Teeaufguss benutzt werden, enthalten das ätherische mentholhaltige Pfefferminzöl.

Pfefferminze wirkt anregend auf die Verdauung, wirken gegen Gallenbeschwerden, gegen Migräne, gegen Kopf- und Nervenschmerzen und werden zum Inhalieren bei Erkältungskrankheiten eingesetzt. Als Erfrischungsgetränk kann der Pfefferminztee aus frischen oder getrockneten Blättern durch Aufgießen von heißem Wasser zubereitet werden. Nicht nur als Tees sondern auch als Cocktails oder Likör ist die Pfefferminze beliebt.

Kamille Tee

Als Pflanzenart in der Familie der Korbblütler ist die Echte Kamille als Heilpflanze bekannt. Ursprünglich aus Süd- und Osteuropa kommend ist sie heute in ganz Europa beheimatet. Sie erreicht als einjährige krautige Pflanze eine Höhe von 15 bis 50 cm. Der wichtigste Bestandteil der Echten Kamille sind ihre ätherischen Öle. Verwendet werden die Blüten der Pflanzen, die einen sehr angenehmen Duft haben, das Kraut und die Samen der Pflanze. Die Kamille wird als Entzündungshemmer, zur Krampflösung, gegen Blähungen oder auch als Magenmittel verwendet. Sie eignen sich hervorragend als Aufguss zur Linderung von Beschwerden bei Gastritis, Enteritis, Kolitis, u. ä. Auch als Beruhigungs- oder Schlaftee sind die Kamillenblüten sehr beliebt.

Brennnessel

Die Pflanzengattung Brennnessel gehört zur Familie der Brennnesselgewächse. In Deutschland sind

– die große Brennnessel,

– die kleine Brennnessel,

– die Röhricht – Brennnessel und

– die Pillen – Brennnessel anzutreffen.

Die Brennnessel ist eine einjährige krautige Pflanze mit Brennhaaren an den Stängeln, die bei Berührung zu schmerzhaften Quaddeln führen. Diese ameisensäurehaltige Flüssigkeit, die der Pflanze als Schutzmechanismus gegen Fraßfeinde dienen soll, die die Blutkapillaren erweitern und Schmerzen und mitunter Entzündungen verursachen. Als Heil- und Nutzpflanze werden die grünen und die unterirdischen Pflanzenteile sowie die Samen verwendet. Die jungen Brennnesseltriebe sind wegen ihres hohen Bestandteils an Flavonoiden, Mineralstoffen wie Magnesium, Kalzium oder Silizium, Vitaminen wie A und C, Eisen, und des hohen Eiweißgehalts von 40 % geschätzt. Sie ergibt nicht nur einen hochwirksamen Tee, sondern findet auch als Spinat, Salat oder als gehackte Beigabe Verwendung.

Fenchel

Fenchel gehört als Pflanzenart in der Familie der Doldenblütler zur Gattung Foeniculum. Diese Pflanze ist eine weltweit bekannte Gemüse-, Gewürz- und Heilpflanze. Fenchel, mit einem würzigen Anis – ähnlichen Duft, erreicht als zweijährige krautige Pflanze eine Wuchshöhe von 40 bis 200 cm und ist eine alte mediterrane Kulturpflanze. Die Inhaltsstoffe sind reich an ätherischen Ölen, Kieselsäure, Mineralsalze, Stärke, Vitamin A, B und C. Weiterverarbeitet werden vorwiegend die Knollen als Zugabe für Salate, Gemüsegerichte, Beilagen sowie die Samen der Pflanze. Der Tee der Pflanze wirkt beruhigend bei Magen- und Darmbeschwerden, oder zur Linderung von Atembeschwerden durch die antibakteriellen Eigenschaften.

Lindenblüten Tee

Man unterscheidet die Sommerlinde und die Winterlinde. Sie enthält Flanonoide, ätherische Öle, Pflanzensäuren, Schleimstoffe, Saponine und Glykoside. Die Lindenblüten haben einen schwach süßen Geschmack und schwach aromatischen Geruch. Sie wirken gegen Katarr der Atemwege, sind durch die Schleimstoffe hustenreizstillend und schmerzlindernd. Die enthaltenen Glykoside sind krampflösend, schmerzstillend und entzündungshemmend. Der Lindenblütentee wird als Therapiebeigabe bei Rheuma, Nierenentzündung und Ischias eingesetzt und hat sich auch bei Krämpfen, Migräne oder Unruhezuständen bewährt.