Schadstoffe im Tee
Bei Tee aus konventionellem Anbau kann von der Verwendung von Schädlingsbekämpfungsmitteln ausgegangen werden. Gerade in Monokulturen sind die Pflanzen anfällig und werden daher chemisch behandelt. Auch bei Pflanzungen mit biologischem Landbau können vereinzelt Pestizide benachbarter Plantagen oder Gärten nachgewiesen werden. Was jedoch in der Tasse nachzuweisen ist, nach dem Aufguss, ist eine weit kleinere Menge als die in den trockenen Teeblättern. Zudem werden die Chemikalien oft abgebaut bevor der Tee in den Handel kommt.
Dennoch, wenden Kritiker des konventionellen Tee-Anbaus ein, die Spritzmittel sind in die Erde und somit in das Wasser gelangt, beim Sprühen können Arbeiter belastet worden sein, die das Mittel einatmen. Auch auf mit Holzschutzmitteln behandelte Teekisten solle verzichtet werden, so die Empfehlung von Bio-Tee-Anbauern, um die Ware nicht nach einer schadstofffreien Aufzucht und Verarbeitung nachträglich zu belasten. Untersucht werden die importierten Tees nur stichprobenartig. Wer sichergehen will, kann auf Bio-Tee zurückgreifen, Tee aus hoch gelegenen Anbaugebieten wählen wie den Darjeeling, oder den Tee nur zwei bis drei Minuten ziehen lassen. Noch 1999 hatte die Zeitschrift ÖKOTEST in einigen Pu-Erh-Tees erhebliche Mengen von DDT nachweisen können, 2005 hatte Stiftung Warentest den Kindertee eines Discounters als "Pestizid-Cocktail" bezeichnet (Stiftung Warentest Juli 2005). Zwar wurde darauf hingewiesen, dass Kinder mehrere Liter zu sich nehmen müssten, um ihre Gesundheit direkt zu gefährden. Doch es kann nur gelten: Umso weniger, desto besser zumal nichts über die Langzeitwirkung der Stoffe bekannt sei. Der Markt ist mittlerweile sensibilisiert für das Thema Schadstoffe im Tee.

